Warum schreibe ich Fantasy?

Wenn ich mir meine Bücherrergale so ansehe, stehen dort entweder (im wesentlichen) Science-Fiction Romane oder Fantasy, nebst zahlreichen Fachbüchern, aber die lasse ich einmal außen vor. Meine einzige ‘wissenschaftliche Arbeit’ war mein Diplom mit dem Titel ‘Verwendung von Neophyten in der Landschaftsarchitektur’. Damit ist diese Sparte von meiner Seite aus erst einmal abgehakt.

Nun ließen sich die o.e. Genres sicherlich noch unterteilen in ihre ganze Subgenres, das erspare ich mir jetzt auch. Sci-Fi nach Frank Herbert ‘Dune’ oder Louis MacMasterBujold und ihre Serie um Miles Vorkosigan enthalten zwar auch durchaus technische Details, ihr Hauptaugenmerk – meines Empfindens nach – liegt aber auf gesellschaftlichen Strukturen und Entwicklungen und den Werken ging sicherlich einiges an Recherche vorraus, im Falle Dune schrieb Herbert in einem Vorwort etwas von 6 Jahren…

Science fiction, auch wenn ich sie gern lese, ist für mich schwierig zu erschaffen, weil mir vermutlich als Autorin der sparte ‘ich schreibe gern für mich’ die Disziplin fehlt, alles sorgfältig zu recherchieren und zu planen.

Bleibt also Fantasy. Mich reizt hier besonders die Vorstellung von einer Welt neben/hinter/paralell zu unserer und den Möglichkeiten, dass sich diese beiden Welten treffen und in meinen Geschichten geht es immer wieder um diese Thematik in unterschiedlichster Ausprägung. Die jeweils ‘andere’ Welt enthält dann Wesen/Charaktere aus Mythen, und letzten Endes sind sowohl Vampire, Werwölfe oder andere Gestaltwandler ja alle auf alte Mythen zurückzuführen.

Mit diesen habe ich also ein breites Spektrum an Charakteren, aus denen ich wählen kann, und sie jeweils an die heutige Zeit anpassen, im wesentlichen auch mit der Frage: was passiert, wenn in unserer Zeit/Welt eine solche Figur auftaucht. Wie verhalten sich die Menschen, wie verhält sich die Figur. Oder vom anderen Aspekt betrachtet: wie verhält sich ein Mensch aus heutiger Zeit, der in eine solche Welt hineingeworfen wird und plötzlich mit Wesen konfrontiert wird, die er/sie nur aus Mythen kennt.

Das ist mein Hauptansatzpunkt, es fließt häufig sehr viel an persönlichen Erfahrungen/Erlebnissen ein (was meine Art ist, Dinge aufzuarbeiten, aber das ist wieder ein anderes Thema) und es macht mir schlicht einfach Spaß, mit solchen Figuren zu spielen, mit Fähigkeiten, die man eben nicht hat. Und einer Welt, die ich selber nicht real erleben kann. Auch in diesen Welten gibt es Alltag, der aber immer wieder geprägt ist von eben den Besonderheiten.

Kurz gefasst: ich schreibe gerne Fantasy, weil es mir Spaß macht, die Regeln unseres Alltages außer Kraft zu setzen und mich mit ganz anderen Dingen zu befassen als der Frage nach: wo kann ich als nächstes arbeiten, ich muss noch meine Einkommensstuererklärung machen oder dem ganzen politischen Rest. Alltag hab ich jeden Tag 😉

P.S. dieser Beitrag wurde von mir ursprünglich für die ‚Neidischen Nashörner‘ vrfasst, da das Blog aber nur Mitgliedern zugänglich ist, bin ich so frei, meine Erläuterungen hier einmal öffentlich zu machen.

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Ein Kommentar zu “Warum schreibe ich Fantasy?

  1. Pingback: …zwischendurch… | karinhold

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