Das Jahr der Hülsenfrüchte

Hülsenfrüchte3

Während in ganz Gallien der Frühling ausgebrochen ist… ganz Gallien? Nein! Genauer gesagt weiß ich es nicht, jedenfalls in meinem kleinen online Dorf, das sich außerdem beharrlich den Römern entgegenstellt und so weiter, zieht hier noch einmal der Winter ein. Vermutlich nicht sehr lange und auch nicht sehr kalt, aber jedenfalls eindeutig Winter.
In meinem kleinen gallischen Dorf jedenfalls ist Rumklix dabei, Rosen und Lilien zu sammeln, um Sträuße zu binden. Bei der Suche danach fallen immer wieder Erdbeeren an oder Flachs; Bohnen gab es anscheinend nicht im alten Gallien oder sie werden als nicht so besonders erachtet, dass man sie sammeln könnte…
An einem Ort, zu einer anderen Zeit:
Im Dezember 2013 wurde von der UN beschlossen, für 2016 das ‚Jahr der Hülsenfrüchte‘ auszurufen. In der Resolution werden hier als Hülsenfrüchte lediglich diejenigen genannt, die nach der Ernte als ‚Trockenkörner‘ weiter verwendet werden, womit ein großer Teil der Leguminosen außen vor bleibt, aber immerhin ist die Erdnuss nach dieser Definition dabei.
Namentlich erwähnt werden lediglich Linsen, Bohnen, Erbsen und Kichererbsen. Wer den ganzen Text lesen möchte: UN-Resolution

Meine gesammelten Erbsen- und Bohnensaaten warten noch auf den März, bevor ich sie endlich in die Erde stecken kann. Im letzten Jahr hatte ich irrtümlich Zuckererbsen als Wicken angepflanzt (hatte da wohl Tomaten auf den Augen) aber immerhin ist’s dieselbe Familie. Sahen trotzdem schön aus in den Töpfen und ab und an mal ein oder zwei Schoten im Hof zu ernten, hatte auch etwas für sich, von daher gibt es das in diesem Jahr wieder.
Die unterschiedlichen Bohnenarten sehen wirklich hübsch aus und unterschiedlichen Geschmack haben sie auch, wer also bislang nur grüne Bohnen mit Kartoffeln, Kartoffeln mit grünen Bohnen, Bohnensuppe und Bohnensalat mit grünen Bohnen kennt, möge sich einmal mutig an die anderen Arten heranwagen (und damit meine ich jetzt nicht unbedingt dicke weiße Bohnen aus der Dose oder Kidneybohnen (auch in Dosen)…), sondern die etwas größere Auswahl an getrockneten Bohnen. Oder Linsen. Erbsen sind da etwas einfallsloser in der Farbgebung, auch wenn es blauschotige Erbsen gibt, sind die Erbsen selbst – grün.
Wieso nun ausgerechnet Hülsenfrüchte? Nun, abgesehen davon, dass sie den Boden mit Stickstoff anreichern, sind sie unverzichtbar in der vegetarischen und veganen Küche, da sie die notwendigen Eiweiße liefern, die bei einer fleischfreien Ernährung sonst fehlen.
Ihr Blüten sind Bienen- und Hummelweiden, wer also Klee im Rasen hat – lasst ihn einfach drin, die Bienchen freuen sich. Klee ist zwar keine Hülsenfrucht im Sinne der UN-Resolution, gehört aber in dieselbe Familie. Eigentlich ein bisschen schade, dass es nicht das ‚Jahr der Leguminosen‘ geworden ist, aber vielleicht kommt das ja noch.
Wenn es also sonst heißt: Esst mehr OBST!
heißt es in diesem Jahr eindeutig:
Esst mehr Hülsenfrüchte!
Hm. Klingt nicht so eingängig, sehe ich ein. Esst mehr Erbsen? Da fehlt dann der ganze Rest…
Esst mehr Guŝo! (Esperanto) Esst mehr Guŝo mit Gusto 🙂 ok, ich denke, das passt.

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