Seid ihr alt geworden!

Seit ca. 3 Wochen treibe ich mich auch auf FB herum, nachdem ich mich vorher jahrelang erfolgreich dagegen gesträubt habe. Warum diese Meinungsänderung? Ist eine andere Geschichte. Beim fröhlichen und manchmal irritiertem Herumsurfen stolperte ich über die ein oder andere Seite meiner diversen Lieblingsbands und folge ihnen – jedenfalls einigen.

sekretär

So geschah es also, dass ich vor ein paar Tagen Nachrichten von unter anderem den Toy Dolls bekam, mit Bild. Mein erster Gedanke war: Jungs, seid ihr alt geworden! Vergaß den Gedanken wieder (oder schob ihn beiseite), bis nun heute mal wieder eine News von Sepultura kam, zum 20jährigen Jubiläum von ‚Roots‘. Ein Blick auf das Video (leider verstehe ich kein Wort) brachte denselben Gedanken: ihr seid ja auch schon so alt. Wieso? Ihr seid doch so alt wie ich?

Öhm. Moment.

(Und ja, sind sie, alle ungefähr mein Jahrgang, hab sicherheitshalber Tante Wiki befragt).

Blick in den Spiegel teilt mir lediglich mit, dass ich nicht seit 30 Jahren auf der Bühne stehe, unsere damals mit ähm.. Anfang 20 gegründete Punkband löste sich nach 2 1/2 Auftritten auf, es mangelte mehr an Enthusiasmus als am Können (eine PUNKBAND! immerhin hatten wir eigene Texte. Und einen Schlagzeuger, der gerne immer schneller spielte, eine Gitaristen, der daran verzweifelte, dass wir nicht dieselbe Disziplin beim Proben an den Tag legten wie das London Philharmonic Orchestra – ja, ehrlich, das war sein Vergleichsmaßstab-, einen Bassisten, der manchmal nicht so ganz bei uns zu sein schien und eine *hust* Sängerin  mich, die eigentlich am liebsten nicht auf der Bühne gestanden hätte. Ganz abgesehen davon, dass ich auch nicht wirklich singen kann, aber ok…) und somit blieb mir also eine ähnliche Laufbahn wie die der alt gewordenen Jungs erspart. Oder verwehrt, je nach Standpunkt.

Inzwischen bin ich zu der Erkenntnis gekommen, dass das mit dem Alter eine ziemlich – flexible Angelegenheit ist. Der Spruch: trau keinem über 30 wird spätestens dann obsolet, wenn man sich selber jenseits der 30 wiederfindet (hab mit 30 angefangen zu studieren, war trotz aller Arbeit eine prima Zeit), abgesehen davon sind die 30 und mehr irgendwie noch nicht so ganz ernst zu nehmen. Ich habs jedenfalls mehr oder weniger ignoriert.

Auch 40 ist noch ok.

Tja. Auf meinem letzten Geburtstagskuchen im Januar steckten zwar keine 48 Kerzen, aber zwei Zahlen. Und langsam wird es echt komisch. Irgendwie unwirklich. Ich meine, von ein paar kleinen körperlichen Wehwechen einmal abgesehen fühle ich mich kein Stück anders als noch vor 10 Jahren. Also, was soll das?

Will gar nicht wissen, wie es um die diversen anderen Bands bestellt ist, aber ich schätze, ähnlich.

Habe mich schon bei dem Gedanken ertappt, ob Kater Moritz (der ist jetzt knapp 2) und ich in 10 Jahren immer noch so fix die Treppe runterflitzen. Und kann darüber immerhin noch amüsiert den Kopf schütteln, ich werd’s ja sehen.

Meine Mutter, ihres Zeichens Jahrgang 1944 und damit fast 72, teilte mir übrigens bereits merhfach mit, dass sich das nicht ändert – also das mit dem biologischen Alter und dem gefühlten Alter – scheint also an dem Spruch: man ist so alt, wie man sich fühlt doch etwas dran zu sein. Ich lass es euch dann in 10 Jahren wissen.

 

 

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