…zwischendurch…

…eine heiße Tasse Kaffee. Wollte ja eigentlich nur kurz etwas essen und dann wieder in den Garten, aber mein Kaffee ist noch nicht leergetrunken und wenn  ich die Tasse mitnehme, wird er kalt.

Tasse

Dann schreib ich eben ein paar Zeilen über das Schreiben und wie es dazu kam. Völlig ungeplant übrigens, habe einen Beitrag in der Planung und der macht bislang nicht die Anstalten, wirklich so zu werden wie ich ihn im Kopf bereits ausformuliert habe. Passiert mir häufiger. Im Kopf die schönsten Szenen, vor Augen sieht es dann – anders aus.

Um es höflich zu formulieren.

Warum schreibe ich Fantasy? lautete eine der ersten Überschriften, daraus könnte man die Frage ableiten: warum schreibst du überhaupt?

(hm, ob der Kaffee wohl reicht bis zum  Ende?)

Back2topic. Von den diversen Schulaufsätzen sind mir genau zwei in Erinnerung geblieben (und da machen ja viele ihre ersten Erfahrungen mit dem Schreiben). Der erste in der 6. Klasse Orientierungsstufe mit einer 1 – wir sollten ein Märchen schreiben, es gab die beinahe obligatorischen abgeschlagenen Köpfe wegen des genauso obligatorischen bösen Herrschers, nur habe ich die nicht im Lauf der Geschichte aus den Augen verloren, sondern sie begannen am Ende der Geschichte wieder zu reden. Das gab damals eine 1 und den Kommentar, es sei sehr gut, dass ich sie eben nicht vergessen hätte. Heute muss ich mich fragen, ob ich den armen Köpfen damit wirklich einen Gefallen getan habe, schließlich fehlte ihnen ja der ganze Rest, aber es gab eine 1 für die Arbeit und eine 2 als Gesamtnote und ich wechselte frohgemut zur Realschule mit dem Gedanken: immerhin bin ich in Deutsch ganz gut.

Der Gedanke hielt bis zum ersten Aufsatz in der 7. Klasse. Wieder ein Märchen. Aber: unser damaliger Deutschlehrer stellte sich vorher an die Tafel und untersagte uns die Verwendung des Wörtchens ‚man‘ mit der Begründung, das sei nur eine Marke, nämlich M.A.N und habe also in einer Geschichte nichts zu suchen. Man (hah!) merkt, wie sehr mich dieser Kommentar beschäftigt hat und verfolgt, immerhin ist die 7. Klasse schon ein ganzes Weilchen her. Fazit? Meine gesamten Gedanken drehten sich während des Schreibens ausschließlich darum, das Wörtchen ‚man‘ nicht zu verwenden und da das mit dem Multitasking wahlweise ein Gerücht oder bei mir damals noch nicht so ausgeprägt war, blieben recht wenig Gedanken für die eigentliche Geschichte über, so dass diese am Ende mit einer 4 zurückkam.

Ein kurzer Blick in meine Zeugnisse bestärtigt den Verdacht: am Ende des Schlujahres stand da eine 3 in Deutsch auf dem Zeugnis und diese 3 bin ich bis zur 9. Klasse nicht wieder losgeworden. Das hatte noch einen anderen Grund, aber auch das ist eine andere Geschichte. Meine Freude am Geschichtenerzählen hatte jedenfalls einen ordentlichen Dämpfer bekommen und erholte sich davon erst wieder während meines Aufenthaltes in den USA in der 10. Klasse. Sobald sich mein Wortschatz etwas erweitert hatte (naja gut, mehr als nur etwas), gab es auch dort die Aufgabe, Geschichten  zu schreiben und das mit einer deutlich größeren Häufigkeit als hier. Schreiben übt.

Da diese 10. Klasse dort natürlich hier nicht anerkannt wird, landete ich also noch einmal in der 10.Klasse, da stand im ersten Halbjahr in Deutsch wieder eine 3 – ich vermute eine leichte Sprachverwirrung vor allem mit ‚dem Grammatik‘- dafür gab’s in Englisch eine 1.

(Kaffee ist alle)

Die Begeisterung meiner Englischlehrerin für meine Geschichten (jede Menge A+) hatte dafür gesorgt, dass ich mich mit dem Verfassen eigener Geschichten wieder anfreunden konnte, trotzdem folgte ein erzählerische Pause.

Gutes Stichwort, ich lege jetzt auch eine ein und gehe wieder in den Garten. Wird diese Geschichte über das Schreiben von Geschichten eben ein Mehrteiler. Bis zum nächsten Teil 😉

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