und nun – das Wetter

Im Dampfbloque (ich tendiere übrigens zu das Dampfbloque, wie das Buch) hieß es kürzlich – es sei kein Wetter zum Bloggen. Sondern eher zum joggen (oder laufen? bin grad zu faul, noch einmal nachzusehen). Nun, Joggen ist nicht mein Sport, meine Leichtathletikkarriere endete nach meinem Aufenthalt in den USA 1984 und auch wenn ich dort unzählige Runden zum Aufwärmen gelaufen bin, war ich deutlich erfolgreicher im Kugelstoßen als im Laufen. Kurzstrecken waren ok, aber 800 m eine Qual…

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Und ganz ehrlich – bei dem Wetter joggen? Meine gefühlte Temperaturschmerzgrenze liegt bei angenehmen 22 °C, alles, was darüber hinausgeht, ist mir zu warm. Klar gewöhne ich mich langsam im Laufe des Jahres auch an höhere Temperaturen, nur leider bleibt dieser langsame Anstieg immer häufiger aus.

Seit fast 5 Jahren notiere ich mir unser hiesiges Wetter und kann damit vor allem eins belegen: es ist irgendwie meistens zur falschen Zeit zu trocken. Im April gab es hier 6 Tage mit Niederschlägen. Klar, Ende April hat der Monat noch einmal gezeigt, wie so ein richtiges Aprilwetter auszusehen hat, aber insgesamt viel zu wenig Regen.Dem stimmt sogar der metereologische Monatsrückblick zu, auch wenn da noch von 80 – 85% der üblichen Regenmenge die Rede ist, hier war es deutlich weniger. Irgendwo muss rings um unser Dorf eine Wetterscheide sein. Es kann regnen in Klepzig (3 km entfernt) in Grubo (Luftlinie vielleicht 5 km), in Raben (ebenfalls 3 km), aber hier? Nada. Habe es selbst mehrfach beobachten können.

Zu landschaftsgärtnerischen Zeiten bedeutete Trockenheit lange Zeit: Bäume wässern im Regierungsviertel. Bevor dort die Hydranten installiert wurden, hieß das: mit einem LkW mit 5000 l Wasser im Tank durch die Straßen kurven und erleben, wie sehr sich je nach Tankfüllstand das Bremsverhalten verändert. Ganz zu schweigen von dem unangenehmen Gefühl in der Kurve. Mit halbvollem Tank hatte ich regelmäßig den Eindruck, dass mir die Kiste gleich umkippt. Ist nicht passiert, fuhr sich trotzdem nicht angenehm.

Hier bedeutet Trockenheit am Anfang des Jahres gießkannenweise Wasser überall dort verteilen, wo die erste Saat aufgeht, also jetzt. Jedenfalls die ersten Radieschen. Die selbstausgesäten brauchen das weniger, die hatten ja mehr Gelegenheit, sich einzuwurzeln.

Regen im Gartenlandschaftsbau bedeutet entweder Schlechtwetter oder im strömenden Regen die Arbeiten erledigen, bei denen nichts wegschwimmen kann. Zum Beispiel Pflege von Pflanzflächen. Es ist kein Vergnügen. Wirklich nicht.

Hier bedeutet Regen: juhu, ich muss nicht wässern. Auf meinem Barometer wird gerade jetzt Regen angezeigt. Dummerweise kann das irgendwo im Umkreis von 30 – 50 km sein und wie oben bereits erwähnt, sind die Aussichten, dass hier doch mehr als nur 5 Tropfen/m² ankommen, eher gering. Es ist auch weit und breit keine Wolke zu sehen. Muss ich wohl morgen wieder Gießkannen schleppen.

P.S. zum Thema Spargel: die Pflänzchen sind im Boden, die ersten Spitzen schauen raus und dürfen in diesem Jahr wachsen, die erste Ernte kann ich im nächsten Jahr annehmen – falls nicht vorher die Wühlmäuse festgestellt haben, dass Spargel eine wunderbare Ergänzung ihres Speiseplans darstellt… (hier ein paar zutreffende und beliebte Schimpfwörter einfügen)!

Die Einstellung zum Wetter verändert sich jedenfalls ganz gewaltig, wenn man die Auswirkungen relativ unmittelbar beobachten kann und weiß, dass man ziemlich wenig EInfluss darauf nehmen kann.

Es herrscht Waldbrandstufe 5, lasst die Kippen zuhause (oder im Auto) und ansonsten genieß das Wetter, wer kann 🙂 Wünsche einen guten Start in die Woche.

 

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