zum Ersten, zum Zweiten, zum…

ach was weiß ich wievielten Mal. Eine Sonderbeilage in der ZEIT: Gute Schule – so geht’s regte mich dazu an, über meine Schulzeit nachzudenken. Und von da kam ich auf Anfänge. Neuanfänge. Um festzustellen, dass mein ganzes bisheriges Leben eigentlich von solchen geprägt wurde. Der nächste Anfang ist ein kleiner, nämlich zum wiederholten Male eine Geschichte, aber vorher gab es jede Menge anderer…

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Zurück zu den Anfängen. Ich bin schon diverse Male umgezogen worden, noch bevor ich mich daran erinnern kann, die ersten Erinnerungen tauchen in Leonberg auf, da wurde ich auch eingeschult. An die Schule erinnere ich mich nicht, nur an den großen LKW-Parkplatz gegenüber, da habe ich Radfahren gelernt. Parkplatz bedeutete Anfang der 70er nur eine große, leere Fläche mit steinigem Boden und vermutlich vielen tiefen Löchern, die auf ehemalige Pfützen hinwiesen. Anfangs fuhr ich mit Stützrädern, auch das weiß ich noch. Nach der ersten Hälfte der ersten Klasse kam der Umzug nach Bendorf am Rhein, an die Schule habe ich ein paar mehr Erinnerungen, ich sehe ein rotes Backsteingebäude vor mir, der Pausenhof war gleichzeitig Sportplatz und auch nur eine Art Ascheplatz.

Das letzte Halbjahr der vierten Klasse verbrachte ich in Bornum am Harz, da bleib ich dann wahrlich bis zur neunten Klasse, um dann ein Jahr in den USA zuzubringen und dort in 4 verschiedene Familien und 2 Bundesstaaten (New York und New Jersey) meine zehnte Klasse zu verbringen, die ich natürlich zurück in DE wiederholen musste. Schon damals haben mich die Möglichkeiten, die in den Schulen dort geboten wurden, wirklich beeindruckt, nebst der großen Auswahl an Fächern eben auch die ganzen nachschulischen Aktivitäten. Nach Abschluss der zehnten Klasse Umzug nach Abbensen bei Peine (könnten einige als Abfahrt von der Autobahn kennen, aber ganz ehrlich – es lohnt sich nicht wirklich, dort abzufahren (meiner Ansicht nach). 2 Jahre später auf nach Berlin, mein erster Versuch, das Abitur zu machen, ging in der 12. Klasse mit der ersten Matheklausur zu Ende.

(ich werde den Verdacht nicht los, das alles schon einmal geschrieben zu haben, ich finde es nur nicht.. falls das also schon einmal i-wo steht – Verzeihung ;))

In Berlin wollte ich MTA werden, das scheiterte an meinem grundlegenden Unverständnis der Chemie, das Arbeiten Im Labor während eines Praktikums hatte wirklich Spaß gemacht, auch wenn die damaligen Verhältnisse in puncto Hygiene vermutlich heutzutage jeden in der Beziehung ausgebildeten Menschen die Hände über dem Kopf zusammenschlagen ließe. Ich meine – im Labor frühstücken? Mehr muss ich dazu wohl nicht sagen, oder? Bei einer der leider zu wenigen Folgen von ‚Misfits of Science’musste ich allerdings grinsen bei der Pizza im Brutschrank (zum Warmhalten) und erinnerte mich an das frühstücken im Labor.

Es folgten in Berlin diverse Berufssuchjahre (in den Bereichen Metall, Elektro, Druckerei und Näherei, sowie eine Ausbildung zur Bekleidungsnäherin), ein Wechsel von Heavy Metal zu Punk (genauer gesagt eine Erweiterung meines Musikgeschmacks) und schlußendlich eine Ausbildung zur Landschaftsgärtnerin. Fachabitur und anschließendes Studium (mit 29), ein halbes Jahr Praktikum (irgendwie gabs keine Stellen und aus Berlin weg wollte ich damals jedenfalls noch nicht) und dann wieder zurück zum GALA-Bau. Ausbildereignungsschein, kurzzeitige Arbeit als Ausbilderin, Fernstudium neben der Arbeit zum HP Psychotherapie und dann kam die Arbeitslosigkeit wieder, ich hatte einfach keine Kraft mehr für den Beruf der Landschaftsgärtnerin. Den Dipl.Ing wollte ich nach den ganzen Jahren auch nicht wieder auspacken und landete schließlich in Hatz4..  und in einer Beschäftigungstherapie (auch genannt MAE). Angeblich sollen einen diese Maßnahmen ja auf den ersten Arbeitsmarkt vorbereiten (meine ich mich zu erinnern). Ich verkneife mir jetzt diverse Kommentare dazu und schließe mit: so arbeitet kein Mensch in der regulären Arbeitswelt.

*Zensiert* *auch zensiert* *erst recht zensiert* *not suitable for print* usw.

Nee, über das, was da abgelaufen ist, kann ich wirklich nur den Kopf schütteln. Am meisten ärgert mich einfach die Tatsache, das viele Firmen, die diese *hüstel* Maßnahmen ähm.. ver…anstalten, ohne jegliche eigene Werkzeuge und Materialien und echte Leistung leben können. Die ‚Arbeitnehmer‘ werden vom Amt finanziert, wir saßen auf einem Platz des Gartenbauamtes, in einem der alten Bauwagen und nicht einmal die Werkzeuge waren Firmeneigentum. Klo war von Dixie und besser nicht zu benutzen. Leerung erfolgte einmal monatlich, aber immerhin, es war Dezember mit 25 cm Neuschnee, da stank es nicht so…

Noch Fragen?

So. Einmal tief durchatmen. Nächster Neuanfang führte mich nun hierher, von der Millionenstadt in das 100 EW Dorf im Hohen Fläming und nun? Fange ich mal wieder neu an, als Verbindung meiner Ausbildungen (Kunsttherapie und therapeutisches Bogenschießen) sowie handwerklicher Fähigkeiten, Ausbildereignung und 48 Jahren strebe ich als nächstes eine Ausbildung in der Ergotherapie an. Entweder bekomme ich eine Umschulung – oder ich finanzier es eben selber.. Mal sehen, was kommt. Es lebe der wiederholte Neuanfang! Passt ja. Schließlich ist Montag. Wünsche also allen einen guten Start in die Woche und wer weiß – vielleicht fängt ja auch hier mal jemand etwas Neues an?

 

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