und kommen wir nun zu etwas ganz Anderem…

Dieser Satz ist für mich ziemlich unverrückbar mit den Monty Pythons verbunden, aus dem Film mit dem bezeichnenden Titel: ‚And now for something completely different‘.

Zuletzt ging es um die Dinge, die mich in diesem Jahr besonders motiviert, vorangebracht usw. haben und damit geht es auch weiter, aber nicht heute. Seit einiger Zeit lese ich die ZEIT (ok, seit fast 2 Jahren inzwischen). In dem doch neuen Ressort Z gibt es die Rubrik ‚Wann haben Sie das letzte Mal etwas zum ersten Mal gemacht?‘; diese Frage geht mir immer wieder mal durch den Kopf.

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Zur Beantwortung dieser Frage ziehe ich die letzten 5 Jahre heran,. in diesen 5 Jahren habe ich ziemlich viel zum ersten Mal gemacht, nicht alles unbedingt spektakulär, aber dasa Leben besteht meistens doch eher aus Alltäglichem. Die Frage ist dann, wie man damit umgeht.

Wie bereits erwähnt, zog ich vor 5 Jahren aus Berlin nach Brandenburg, aus einer Stadt mit 3,5 Millionen Einwohnern in ein Dorf mit inzwischen weniger als 100 Einwohnern, weniger, als selbst in einen alten Wagen der Berliner U-Bahn gepasst haben. Vor meiner Zeit in Berlin lebte ich in einem durchschnittlichen Ort mit ca. 2000 Einwohnern und erlebte den zweiten Kulturschock meines Lebens (der erste geschah während meines Aufenthaltes in den USA 1983/84). Ok, genug der Zahlen, in diesem Dorf jedenfalls lebe ich seitdem auf einem 4-Seiten Hof – und ganz ehrlich, eigentlich macht schon eine Seite mehr als genug Arbeit. Wenn dann das Ganze auch noch teilsaniert und renoviert wird/werden muss, reicht die Arbeit für mehr als nur ein Leben (vor allem, weil immer etwas neues dazukommt). Ich klage aber nicht, ganz im Gegenteil, es macht mir nach wie vor (an den meisten Tagen jedenfalls) Spaß. Und nun komme ich zur Beantwortung der Frage da oben.

Auch wenn vieles durch ortsansässige Firmen erledigt wurde, gab es noch mehr als genug selbst zu tun. Was ich also zum ersten Mal gemacht habe:

  • einen Holzfußboden aufgenommen und an anderer Stelle wieder neu eingebaut (insgesamt 3 Holzfußböden gebaut)
  • jede Menge Putz von den Wänden gekloppt und dafür an anderer Stelle Wände mit Rigips verleidet (und Decken), diese verspachtelt -naja, Hauptsache Fuge zu, da es sich bei allen Räumen um Nebenräume handelt, war die Optik da nicht so ganz ausschlaggebend.
  • Dämmung ins Dach gepackt

obiges natürlich nicht alleine, da leistete Matthias mir viel tatkräftige Hilfe

  • einen kompletten Fliesenboden freigemeißelt (hat sich wirklich gelohnt!)
  • viele laufende Meter Holzbalken abgeschliffen
  • einen! Dachziegel neu eingesetzt. Ich hatte mir vorher bei usneren Dachdeckern angesehen, wie die das eigentlich machen und erstaunt festgestellt, dass die Dachziehgel einfach nur aufliegen und man sie also einfach rausnehmen kann. Wie praktisch. Als mir also eines Nachmittags ein zerbrochener Dachziegel vom alten Stall (Bauzeit um die 1860er rum) vor die Füße segelte  und zwar buchstäblich, war es eine kurze Sache, da wieder einen neuen reinzupacken. Es hat länger gedauert, den neu-alten Dachziegel aus der Scheune zu holen, die Leiter auf den Stallboden zu schleppen und anschließend wieder zu verstauen, als es für den Dachziegel brauchte. Ich glaube, sogar für diesen Satz brauchte ich länger.
  • Dachrinne gereinigt (muss ich im nächsten Frühjahr mal wieder machen)
  • 3 kleine Tore gebaut, ein viertes steht auf meiner to-do Liste (irgendwo)
  • Marmelade, Gelee und Saft gekocht
  • Liköre angesetzt
  • Seifen gekocht
  • Lavendelöl hergestellt
  • Kerzen gegossen (das war eins der letzten neuen Dinge)
  • einen Gemüsegarten angelegt und sogar einiges geerntet
  • Vogelfutterhäuschen gebaut
  • steinbildhauerisch kreativ gewesen
  • Holzfiguren geschnitzt und holzbildhauerisch kreativ neben Carsten Tarrach gestanden, der den größten Teil der Arbeit übernahm
  • Bogenreiten
  • Saxophon – ähm – spielen..
  • Kanu fahren (in diesem Jahr im Urlaub in der Schweiz, hier in der näheren Umgebung mangelt es einfach etwas an Gewässern)
  • meinen ersten Weihnachtsbaum umgesägt
  • das ein oder andere Möbelstück entworfen und wahlweise selber gebaut oder durch Matthias bauen lassen, um mich derweil um irgendetwas gärtnerisches zu kümmern
  • seit 2011 auch wieder regelmäßig immer aufs Neue mich an einem Roman versucht (14 Stück inzwischen)
  • in einem Café gearbeitet
  • einen Monat Praktikum in einer Ergotherapiepraxis (und der Beruf fasziniert mich nach wie vor!)
  • und zu guter Letzt: mich auf eine Stelle als Landschaftsgärtneirn beworben, darauf folgte ein Vorstellungsgespräch auf die Stelle des Gärtnermeisters, die ebenfalls ausgeschrieben war, mir aber nicht zugesanft wurde durch das Amt)

Sicherlich ist diese Liste nicht vollständig, und ganz sicher ist sie nicht spektakulär, aber ganz sicher auch nicht abschließend. Das ist das, was mir nach wie vor den Spaß bereitet, hier. Es gibt immer wieder Neues zu tun und zu entdecken und auszuprobieren und ich bin gespannt, wann ich das nächste Mal etwas zum ersten Mal tun werde!

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