Bon Appetit!

Pflanze des Monats Januar: Der Grünkohl

Bereits im letzten Jahr habe ich jeden Monat ein neues Pflänzchen vorgestellt, allerdings nicht hier, in diesem Jahr will ich das ändern und das ein oder andere Wissenswerte – und eigene Erfahrungen – um Speise-und Heilpflanzen vorstellen, die entweder bei uns im Garten wachsen (oder, wie in diesem Falle: wuchsen) oder in der näheren Umgebung zu finden sind.

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Grünkohl (gekocht: Vitamin C 41 mg/100g) ist ja sooo gesund. Ich mag ihn trotzdem nicht. habe schon diverse Male versucht, mich mit der ‚Ananas des Nordens (Ananas: 20 mg Vitamin C/100g)‘ anzufreunden, aber wir finden einfach nicht zusammen. Die Bilder zeigen unseren ersten und einzigen Grünkohlanbau aus dem Jahr 2011, den damals Uwe angesät hatte. Die Angabe des Vitamin C Gehalts zeigt auch, warum der Grünkohl diesen Namen verdient hat, nebst anderen Inhaltsstoffen. Die Bezeichnung ‚Friesische Palme‘ ist wohl eher auf eine andere Art zurückzuführen, den Braunkohl, der den Namen dank seiner Blätter auch verdient.
‚Ja, aber…‘ Ja. Grünkohl ist auch unter dem Namen Braunkohl bekannt. Oder Krauskohl. Oder…

Ja. Zur Klärung dieser Frage ist wieder ein kleiner Ausflug in die botanische Nomenklatur notwendig. Der Grünkohl, der hier vorgestellt wird, heißt auch: Brassica oleracea var. sabellica. Der Braunkohl, auch als Langkohl bezeichnet, heißt: Brassica oleracea longata und verdient den Namen Langkohl aufgrund einer Wuchshöhe bis zu 1,80 m, außerdem waren die Blätter bräunlich. Ursprünglich wurde dieser wohl auch als Viehfutter angebaut, den unteren Teil bekam das Vieh, den oberen Teil der Mensch. Als die Viehhaltung in den Haushalten abnahm, hatte kaum noch jemand Verwendung für meterweise Kohl und so verschwand dieser aus dem Anbau. Lediglich der Name blieb erhalten und zeigt einmal wieder, dass die botanische Nomenklatur, wenn auch nicht einfach, zumindest doch halbwegs für eine eindeutige Zuordnung der jeweiligen Pflanzen sorgt. So lange jedenfalls, bis die Botaniker mal wieder eine Neuordnung vornehmen, aber das ist ein anderes Thema.

Zurück zum Grünkohl. Ausgesprochen gesund also und ein Wintergemüse, das den ganzen Winter geerntet werden kann, erst ab Temperaturen unter -10°C macht auch er schlapp.
Auf der englisch-sprachigen Seite der Wikipedia werden eine Reihe von regionalen Rezepten zu Grünkohl genannt, die mir zumindest doch einmal wieder etwas Appetit auf diesen Kohl machen, vielleicht gebe ich ihm doch noch eine Chance. Grünkohl kann wohl auch als Chips zubereitet werden. Wie es danach um den Nährstoffgehalt bestellt ist, weiß ich allerdings nicht.
Bon Appetit!

Wer sich das ein oder andere Pflänzchen des Monats einmal genauer ansehen will: wir bieten Kräutertage an unter dem Motto: Was wächst denn da und wozu?

Herzlich willkommen!

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Ein Kommentar zu “Bon Appetit!

  1. Interessante Einblicke in die Natur meines liebsten Kohls – das mit der Friesenpalme wusste ich gar nicht. Aber Grünkohlchips – na, ich weiß nicht. Für mich klingt das nicht wirklich prima … Allerdings hab ich nu schon wieder Hunger auf Grünkohl!
    Liebe Grüße von der Feder

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