Huflattich

Habe meinen heutigen freien Tag dazu genutzt, endlich mal ein bisschen länger im Garten zu werkeln, die Beete allmählich freizuräumen und mir die ganze Theorie der letzten Tage mal aus dem Kopf zu buddeln. Bei meinem ersten Rundgang mit der Frage: und wo? fange ich jetzt an??? (danach kam noch die Frage: wo ist mein Knieschoner hin?) sah ich die ersten Huflattichblüten ganz vereinzelt aus dem Boden schauen. Eine passende Gelegenheit, um einen Text vom letzten Jahr etwas weiter zu verbreiten.

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Noch vor den Blättern zeigen sich ab Februar die gelben Strahlenblüten von Tussilago farfara, besser bekannt als Huflattich. Die Blätter erscheinen erst nach der Blüte, beim Samenansatz oder noch später und werden im Laufe des Jahres etwas unansehnlich. Aber sie sind wie die Blüten verwendbar als altes Hausmittel gegen Husten. Wie man sehen kann, ist der Huflattich auch eine beliebte Bienenweide.
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Außerdem ist zu sehen, dass der Huflattich quasi nackt, also ohne Blätter dasteht. Verwendet werden können sowohl die Blüten als auch die Blätter. Außer als Tee können die getrockneten Blätter auch geraucht oder verräuchert werden als Mittel gegen festsitzenden Husten. Susanne Fischer-Rizzi deutet in ihrem Kapitel über Huflattich aber unmißverständlich an, dass ihr der Tee doch lieber ist, ich selbst habe es noch nicht probiert.
Auch der Huflattich ist als indigene Art hier lange heimisch (um genau zu sein, urwüchsig) und ebenso verbreitet wie das Gänseblümchen, von den Alpen bis zur Küste. Auch ausgesprochen lichthungrig, hat er zudem größere Ansprüche auf den Boden und wächst bevorzugt auf kalkhaltigen Böden. er verträgt aber auch kein Salz. Er gehört zur Gruppe der Vorfrühlingsblüher und ist sommergrün.
Ich habe mich gefreut, als ich im zweiten Jahr in Lehnsdorf auf die ersten Blüten des Huflattichs traf, zu allererst schaut er neben dem großen Kirschbaum aus der Erde, dort hat er ein etwas geschützteres Plätzchen, bevor er nach und nach im Garten aus der Erde schaut. Und auch wenn er, wie oben erwähnt, zu den Vorfrühlingsblühern gehört, ist es doch ein Zeichen – der Frühling naht! In diesem Sinne: der Winter wird ein Ende finden.

 

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