April, April, der macht was er will

Pflanze des Monats April: Eberesche

Die Eberesche, auch als Vogelbeere bekannt (und regional unter einer ganzen Reihe von weiteren Namen) gehört ebenfalls zu meinen Lieblingsbäumen. Sie bleibt mit 10 – 15 m eher klein und mag es hell, steht gerne am Waldrand, und ist mit ihrer Größe auch für kleine Gärten geeignet. Wenn sich nicht bald eine bei uns ansiedelt, Ebereschen werden hauptsächlich durch Vögel verbreitet, die mit ihrem Kot die unverdauten Samen wieder ausscheiden, muss ich doch selbst eine pflanzen.

In der näheren Umgebung habe ich bisher genau eine gefunden, die besuche ich auch im Laufe des Jahres bei meinen Spaziergängen sehr gerne. Im Frühjahr sind die Blätter zartgrün und wirken irgendwie luftig, im Sommer fällt sie vor den sonst dort stehenden Kiefern mit ihren leuchtend weißen Doldenblüten auf und natürlich später mit ihren roten Früchten
Ebereschenfrüchte sind übrigens keineswegs giftig, wie immer wieder gerne gesagt wird. In größeren Mengen roh genossen, können sie zu Durchfall führen, verarbeitet bewirken sie das genaue Gegenteil und wirken adstringierend auf den Magen-Darm-Trakt.

Eberesche

Die Früchte schmecken leicht säuerlich bis bitter und es lassen sich daraus Marmeladen und Liköre herstellen. Dazu werden die Beeren nach dem ersten Frost gesammelt, über Nacht in Wasser eingeweicht, dem ein Schuss Essig zugefügt wurde (verbessert den Geschmack). Am nächsten Tag wird das Einweichwasser abgegossen, die Beeren gekocht, bis sie aufplatzen und dann passiert. Susanne fischer-Rizzi ergänzt das Rezept für Ebereschenmus um Äpfel, Zimt und Kardamon und Zucker oder Honig, alles zusammen dann 15 Minuten köcheln und abfüllen. Durch das Kochen wird die in den Früchten enthaltene Parasorbinsäure zu Sorbinsäure umgewandelt und damit bekömmlicher. Durch den Gehalt an Sorbin ist die Ebereschenfrucht auch für Diabetiker gut geeignet.
Ebereschenfrüchte enthalten sehr viel Vitamin C (100 mg/100g, nach dem Kochen noch ca. 70 mg/100g).

Der Eberesche wurde und wird auch im Volksglauben viel Positives zugeschrieben, allgemein gilt sie als Lebensbaum und Schutzbaum, Schutz vor bösen Einflüssen. Es ist doch also höchste Zeit, den Ruf der Eberesche wieder zu verbessern.

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