Pflanze des Monats Mai: Beinwell

Bevor ich zur Pflanze des Monats komme, ein Hinweis in eigener Sache: am Sonntag, den 21. Mai ab 13 Uhr öffnen wir unsere Tore zum Tag der offenen Tür! Ihr seid herzlich eingeladen 🙂

Vielen Dank für ihre Aufmerksamkeit, nun geht es zum Beinwell:

Beinwell (Symphytum officinale ssp. officinale) Kleine Bemerkung am Rande: das Wort officinale in einem Pflanzennamen deutet auf eine mögliche Verwendung in der Heilkunde hin, so wie edulis auf Essbarkeit, wobei diese Bezeichnung vor allem bei Pilzen mit Vorsicht zu genießen ist, da es einige Pilze gibt, die lange Zeit und teilweise auch in der Literatur noch als essbar gekennzeichnet sind, die aber nur nach aufwendigen Zubereitungen als eingeschränkt essbar anzusehen sind. Aber Pilze sind ja ohnehin ein Thema für sich. Zurück zum Beinwell.

Diese Pflanze hat sich in unserem Garten weit verbreitet, schuld daran sind vermutlich sowohl die Wühlmäuse als auch der Maulwurf, die beim Graben ihrer Gänge immer wieder kleine Wurzelstückchen von A nach B bewegen – und ein kleines Stückchen Wurzel reicht dem Beinwell aus, um wieder als neue Pflanze auftauchen. Und in der Wurzel steckt auch die meiste Heilkraft. Blätter und Blüten können dafür auch verwendet werden, enthalten aber weniger Wirkstoffe.

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Eine echte Schönheit ist der Beinwell nicht wirklich, lange borstige Blätter, sparriger, aufrechter Wuchs und zähe Stengel, lange Blütenstände, an deren Enden die blau-lila Blüten in Rispen sitzen. Die Bienen mögen ihn und ich habe es beinahe aufgegeben, ihn dort auszugraben, wo er nicht stehen soll. Man erwischt beim Ausgraben ohnehin nicht alles und dann ist er spätestens nach 2 Jahren wieder an Ort und Stelle. Beinwell ist mehrjährig und fällt schon vor dem ersten Frost einfach zusammen, um dann breit in der Gegend herumzuliegen. Die Blätter eignen sich dann gut als Kompostbeschleuniger, effektiver ist allerdings eine Jauche aus der Pflanze.

Die Blätter können, angestampft, als erste Hilfe Maßnahme bei Prellungen dienen, einfach auf die betroffene Stelle auflegen, außerdem ist Beinwell auch wirksam bei einfachen Entzündungen. Besser wirken die Wurzeln, die sowohl frisch als auch getrocknet verwendet werden könne – zu einem Brei zerstampfen und entweder direkt auftragen oder eine Kompresse damit tränken. Da die Blätter borstig sind, fühlen sie sich auf der Haut etwas unangenehm an, stachelig/reizend, das bleibt bei der Verwendung der Wurzel aus.
Die Beschaffenheit der Blätter und auch der Stiele gaben der Familie den Namen, aus der Beinwell stammt – die Rauhblattgewächse. In dieser Familie ist auch der Borretsch zu finden, das Lungenkraut und das Vergißmeinnicht.

Die jungen Blätter können übrigens auch frittiert und gegessen werden. Bon Appetit!
Wer mehr über die Verwendung des Beinwells wissen möchte, sowie Genaueres über die Inhaltsstoffe, lasse sich dies von Juliane Henze an einem Kräutertag erzählen und demonstrieren. Oder zum Tag der offenen Tür kommen, jetzt blüht der Beinwell zwar noch nicht, aber dann vielleicht? Jedenfalls ist Juliane auch an dem Tag da und erzählt auf einer kleinen Kräuterrunde auch über den Beinwell.

Wir freuen uns auf Euch!

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