Pflanze des Monats August: Pfefferminze

Pflanze des Monats August: Pfefferminze

(Mentha x piperita)
Die Gattung der Minze umfasst je nach Quelle zwischen 20 und 30 anerkannte Arten, die gerne zur Hybridisierung neigen. Dazu kommt noch eine ganze Reihe von Sorten, wie z.B. Orange-Minze, Apfel-Minze o. ä. Meiner Erfahrung nach ist der Duft, bzw. Geschmack der Sorten nicht sehr stark ausgeprägt und verliert sich beim Trocknen. Meine Lieblingsminze ist die ‚echte‘ Pfefferminze, da sie den intensivsten Duft und Geschmack hat, auch in getrockneter Form.

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Pfefferminzblüte

Hauepler et Muer schreiben zur Pfefferminze folgenden Bemerkung: „Oft gepflanzt, wohl heimatlos.“ Mentha x piperita gilt hier als eingebürgert, es gibt auch einige heimische Arten, wobei sich die Ackerminze (Mentha x arvensis) nicht als Teeminze eignet, im frischen Zustand riecht sie recht intensiv, getrocknet verliert sich der Geruch und auch der Geschmack.

Pfefferminze eignet sich gut als Tee, die frischen Blätter auch in Salaten und ein oder zwei Tropfen Minzöl in Schokoladenpudding geben diesem eine ganz besondere und erfrischende Note, ganz zu schweigen von den anderen zahlreichen Formen, in denen Minze in Speisen verwendet wird. Oder in Zahnpasta. Als Kind war mir der Minzgeschmack zu stark, schon unangenehm brennend, und es kommt immer wieder vor, dass Kinder den Geschmack als zu intensiv ansehen und einfach nicht mögen. Kleiner Tip: einfach verschiedene Sorten Zahnpasta ausprobieren lassen, Kind putzt sich dann lieber die Zähne, wenn es hinterher nicht so brennt im Mund.

Zurück zur Pflanze. Minzen haben je nach Art und Sorte einen unterschiedlichen Ausbreitungsdrang, die im Kräutergarten gepflanzte Mentha x piperita hat sich sehr schnell sehr stark ausgebreitet, die Ausbreitung erfolgt über Wurzelausläufer. Wer nicht den ganzen Garten voller Minze haben will, kann diese auch in einem größeren Topf kultivieren, Minzen sind relativ anspruchslos an den Boden. In der freien Natur findet man Minzen eher in feuchten Gebieten, sie ist aber im Allgemeinen auch ausgesprochen trockenheitsresistent. In sehr trockenen Jahren wird weniger Blattmasse ausgebildet, die Minze sieht dann manchmal etwas sparrig aus, ihrem Geschmack tut dies keinen Abbruch. Die ebenfalls im Garten befindliche Orange-Minze ist da deutlich weniger ausbreitungsfreudig, ursprünglich auch im Kräuterbeet angepflanzt, wurde sie dort durch die Pfefferminze komplett verdrängt und ich musste sie umsiedeln.

Pfefferminze ist das klassische Mittel bei Erkältungen, wirkt aber auch sehr gut verdauungsfördernd und regt die Galleproduktion an. Im Sommer als lauwarmes oder auch kaltes Getränk sehr erfrischend. Das bereits erwähnte Minzöl wirkt bei Husten äußerlich angewandt als auswurfförderndes Mittel (Einreibungen auf der Brust) oder gegen Kopfschmerzen (Einreibung an den Schläfen).
Laut der englischsprachigen wikipedia wurde Minze zuerst als Raumbedufter verwendet, indem die getrockneten Blätter auf den Boden gestreut wurden und beim zertreten ihren Duft freigaben. Getrocknete Minze lässt sich auch gut verräuchern. Der Rauch wirkt erfrischend.

Minze gilt in der griechischen Mythologie als Pflanze der Gastfreundschaft. Und genau wie der Lavendel wird auch die Minze während ihrer Blütezeit von allen möglichen Insekten gerne besucht.
Geerntet werden entweder die Blätter vor der Blüte oder die blühenden Sproßspitzen, dabei schneidet man die gesamte Pflanze einfach ab. Keine Sorge, sie wird wieder neu austreiben, vermutlich besser als vorher.

Lust auf Minze bekommen? Bei den Kräutertagen wird der bereits erwähnte Schokopudding mit Minze gereicht und natürlich gibt es auch Tee. Und wer bisher keine Mize mochte, weil die Teebeutelminze immer gerne etwas staubig schmeckt, gebe ihr doch noch einmal eine Chance mit frischen Blättern. Es lohnt sich!

Schönes Wochenende!

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